Hereinspaziert – das restaurierte Gartentor

Wenn man ganz genau hinsieht kann man in der Hecke versteckt unser kleines Gartentor finden. Nach all den Jahren hat sich die Natur den Raum zurück erobert und es komplett mit Flieder umschlungen. Außerdem sind allerhand Moose, Flechten und Grünspan auf dem Holz gewachsen.

Eine neue Frisur für die Hecke

Die erste Aufgabe bestand also darin den Flieder und die ganzen anderen Büsche zurück zu schneiden, sodass man das Tor benutzen kann. Jeder hat sich eine kleine Gartenschere genommen und dann ging es auch schon los. Schnipp schnapp…

Doch so schnell sollten wir das Tor nicht benutzen können. Nach dem die Hecke wieder in normale Dimensionen gefunden hat, mussten wir feststellen, dass ein kleiner Pfirsichbaum genau in den Weg gewachsen ist. Da hat wohl mal jemand einen Kern liegen lassen. Außerdem ist noch ein altes Schloss am Tor angebracht, über dessen Sinn wir lange nachgedacht haben (denn man kommt von allen anderen Seiten auch so einfach in den Garten).

Den Baum haben wir kurzerhand verpflanzt. Ob er anwachsen wird, wird sich warscheinlich erst in den nächsten Wochen zeigen.

Das Schloss wollte ich ursprünglich mit einer kleinen Metallsäge vom Nachbarn aufsägen. Dieser hat das Elend nur kurz mit angesehen und es einfach mit einem Schraubenzieher und purer Muskelkraft aufgebrochen. Das war super, denn so haben wir viel Zeit gespart. Zeit die man viel besser zum Reinigen des Tores gebrauchen kann.

Großputz des Gartentores

Für die Reinigung des Gartentores wurden mir im Internet allerhand chemische Reiniger gegen den Grünspan empfohlen. Diesen sollte man mit einer Bürste ordentlich einarbeiten. Allerdings wollte ich nicht direkt die Chemiekeule schwingen und habe mich noch nach Alternativen umgesehen. Am besten hat mir die Variante mit Spüli und Bürste gefallen. Ordentlich schrubben hätte ich auch mit der chemischen Variante gemusst – das kann ich nach Misserfolg der Spüli-Variante immer noch probieren.

Mit Bürste und Wassereimer bewaffnet habe ich einfach mal ausprobiert wie weit man kommt und siehe da, das Ergebnis hat mich überzeugt! Das olle Wasser was runter tropfte habe ich so gut es ging mit einer kleinen Schale aufgefangen, damit der Boden nicht so leidet (falls man da doch noch einmal Rasen o.ä. pflanzen möchte).

Das Reinigen von Moos und Grünspan war der aufwendigste Teil und eine riesige Sauerei. Das grüne Schaumwasser ist beim Bürsten überall hin gespritzt, sodass ich irgendwann dazu übergegangen bin selbst die alten Gartensachen mit einer Schürze zu schützen. Meine Arme und das Gesicht waren ebenfalls schön dunkelgrün gesprenkelt. Trotzdem kann sich das Ergebnis am Ende durchaus sehen lassen.

Bevor es mit den Anstrichen weiter ging, wurde das Holz einmal grob angeschliffen. Alle gemeinen Stellen, wo man sich schnell hätte Splitter einfangen können, haben dabei besondere Aufmerksamkeit erhalten. Danach musste das Holz mit einem feuchten Lappen vom Staub gereinigt werden. Außerdem Stellt das Wasser die plattgedrückten Holzfasern wieder auf, sodass sie die Farbe besser aufnehmen.

Weiter ging es dann mit einem Grundschutz der unter der Lasur aufgebracht wird. Mit dem Pinsel aufgetragen soll dieser den Grünspan langfristig verhindern. Anschließend habe ich eine weiße Lasur aufgebracht die die Holzmaserung noch durchscheinen lässt. Nach dem zweiten Anstrich und dem Trocknen hat die Lasur aber überhaupt nicht zugesagt.

Die Lasur hat auf dem Holz auch nach dem zweiten Anstrich nicht wie erhofft gewirkt.

Also ging es nochmal zum Baummarkt um richtig deckendes weiß zu kaufen. Faul wie ich bin, habe ich dieses dann einfach drüber gestrichen.

Als kleine Arbeitsbelohnung, haben wir einen wunderschönen Rosenbogen gekauft. Der musste natürlich auch direkt aufgestellt werden. Ein paar Tage später wurden dann auch die Rosen für den Bogen geliefert. Die Rosen sind eine spezielle Züchtung die auch mit schattigeren Verhältnissen klar kommt. Ich bin gespannt ob sie sich mit den Hecken (u.a. Flieder…) und der Birke vertragen. Ansonsten müssen sie zu meinen Eltern umziehen. Etwas später wurde von einer Kollegin spezielle Rosenpilze beigesteuert, die das Anwachsen der Wurzeln beschleunigen sollen. Diese werden in den kommenden Tagen an die Ballen gestreut. Dazu muss dann aber noch einmal gebuddelt werden (normalerweise macht man das direkt beim Einpflanzen der Rosen).

Und so sieht nun unser fertiges Tor aus. Die Rosen an den Seiten müssen noch etwas wachsen. Durch das letzte Gewitter ist das Tor unten auch schon wieder dreckig geworden.


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